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Unser neuer Pastor Jörg Herrmann stellt sich vor

 

Liebe Geschwister in den Gemeinden Witzschdorf, Zschopau und Marienberg,

ich freue mich auf unser Zusammenleben ab September diesen Jahres – bis jetzt noch unbekannterweise. Die Gemeindebriefredaktion hat mir die Möglichkeit gegeben, ein paar Zeilen zu meiner Vorstellung zu schreiben. Also: Ich heiße Jörg Herrmann, bin der Sohn von Pastor Ludwig sowie Christine Herrmann und werde im Juni 2021 sechzig Jahre alt. Meine Frau Margit und ich haben drei längst erwachsene Kinder.

Ich hatte das große Glück, am Gesangbuch mitzuarbeiten, das Erntedank 2002 in die Gemeinden gekommen ist. Im Theologischen Grundkurs auf Schwarzenshof bin ich Lehrer für Neues Testament. Als Mitglied der Fachgruppe für Gottesdienst und Agende hat mich Marie-Theres Ringeis bereits nach Zschopau und Marienberg eingeladen, um die neue Grundform des Gottesdienstes vorzustellen, und mit Freude habe ich davon gehört, dass diese auf den Bezirken auch eingeführt wurde. Ich komme vom Bezirk Zwönitztal, wo meine Arbeit abrupt endete, weil ich eine Manie entwickelt hatte, eine seltene psychische Krankheit, wegen der ich ein dreiviertel Jahr verordneten Abstand vom Dienst gehalten habe und nun sehr vorsichtig wieder anfange.

Um mein Selbstverständnis als Pastor zu beschreiben, greife ich einen Satz aus dem 2. Korintherbrief (1,24) auf: „Nicht dass wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben.“

Besonders interessiert mich, ob und wenn ja: wie die Grenzen zwischen innerhalb und außerhalb unserer Gemeinden durchlässig werden können. Die Grenze verläuft meiner Meinung nach nicht zwischen Glauben und Unglauben, sondern zwischen tröstendem und knechtendem Glauben. Darüber möchte ich gerne so schnell wie möglich ins Gespräch kommen und sehen, wie sich das aufs Leben auswirkt.